Herrenabend
Der Herrenabend in Maria Frieden hat sich im sechsten Jahr seines Bestehens zu einer festen und beliebten Institution entwickelt. War er anfangs nur Ziel, Raum für männliche Gemeindemitglieder der mittleren Generation zu schaffen, sich bei Getränken, Billard, Tischtennis oder Kicker zwanglos zu treffen, um dann aber auch über religiöse oder weltliche Themen reden zu können. Versteht sich der Herrenabend heute als eine auf Ebene des Pastoralverbundes monatlich stattfindende Zusammenkunft, die durch die Wahl der anspruchsvollen Diskussionsthemen sowie durch den Besuch erlesener Gastreferenten und Redner auf seine Besucher jeglichen Alters seinen besonderen Reiz ausübt und von seinem entspannten Konzept her als beispiellos gelten kann.
Die Treffen finden immer im 3- bzw. 4-wöchentlichen Rhythmus an einem Freitag um 20.00 Uhr beginnend mit einem Abendgebet in der Turmkapelle der Kirche Maria Frieden und anschließend im Jugendraum des Gemeindehauses statt. Jeder Interessierte „Herr“ ist herzlich willkommen.
Wolfgang Rohner
Termine 2010 |
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23. Apr. |
20.00 Uhr |
Offene Diskussion: Unser Verhältnis zum Islam. |
| Fr |
14. Mai |
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Kein Herrenaben. |
| Fr |
11. Juni |
20.00 Uhr |
| Die KAB, Herrenabend und Frauensache(n):Weinprobe mit Bernhard Eckes, Winzer aus Wallenhausen. |
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| Fr |
09. Juni |
20.00 Uhr |
Referent: Herr Monsignore Wolfgang Bender über seine Arbeit in der Polizeiseelsorge |
| Fr |
26. Aug. |
20.00 Uhr |
Noch offen |
| Fr |
09. Sep. |
20.00 Uhr |
| "Nur noch Strukturen - wo bleibt die Seelsorge?" referiert durch Herrn Dechant Wolfgang Brinkmann |
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Gast beim „Herrenabend“ war am 24. April der
Herforder Bürgermeister Herr Bruno Wollbrink zum Thema: Kommunalpolitik und christlicher Glaube. Es gab interessante Informationen zum Thema „Kommunalpolitik und christlicher Glaube“. Herford hat mit etwa 25 % einen hohen Migrationsanteil. Bildung ist das stärkste Mittel der Integration. Ganz wesentlich kommt es auf Sprachförderung an. Wichtig ist, möglichst früh damit zu beginnen. Bei jungen Menschen mit Sprachproblemen ist der Anteil an Langzeitarbeitslosen sehr groß. Trotz der großen Arbeitslosigkeit fehlen immer wieder qualifizierte Arbeitskräfte. Bildung und Ausbildung sind deshalb wesentliche Faktoren.
Es gibt Kindergartengruppen, die zwischen 75 und 85 % aus Ausländern bestehen. In Herford sind 80 Nationalitäten vertreten. Die Gesellschaft hat sich im Laufe der letzten Jahrzehnte radikal verändert. Eltern haben Kindern gegenüber einen Erziehungsauftrag. In vielen ausländischen Familien wird nicht deutsch gesprochen. Dies ist ein Problem vor allem für die Kinder.
Etwa 10000 Pendler kommen werktäglich zur Arbeit in die Stadt. Weitere Themen waren soziales Engagement, Bürgerbeteiligung, Bürgerbefragung, geplante Partnerschaft mit einer türkischen Stadt und Ehrenamt, wobei die Rolle des Ehrenamtes nicht überfordert werden darf.
Sparmaßnahmen sind unumgänglich, wenn es um die rückläufige Entwicklung des Gewerbesteueraufkommens geht. Der Bürgermeister nannte die Bereiche Kultur, Soziales und Sport als bedeutsam. Allein der Kulturetat beläuft sich auf rund sieben Millionen Euro, wobei MARTA mit drei Millionen zu Buche steht.
Christlicher Glaube, so Bruno Wollbrink, gehöre auch in der Kommunalpolitik zum festen Fundament. 



Der „Herrenabend“ der kath. Kirchengemeinde Maria Frieden hatte den Paderborner Weihbischof Matthias König zu einem Vortrag "Kirche im Umbruch" zu Gast. Nach einer vom Herrenabend eindrucksvoll gestalteten Andacht mit Meditation, Gebet, Gesang und Orgelspiel zeigte Weihbischof Matthias König nach einem kurzen geschichtlichen Überblick die derzeitige Situation auf. Seit geraumer Zeit zeichnet sich mit wachsendem Priestermangel eine ernste Lage ab. Heute leben bereits 25% der Priester im Ruhestand . 1952 wurden im Erzbistum Paderborn über 100 Neupriester geweiht, jetzt sind es weniger als zehn. Folglich wird die Mitarbeit der Laien immer wichtiger.
Kamen früher die Menschen zur Kirche, muss die Kirche heute auf die Menschen zugehen. Der regelmäßige Kirchenbesuch liegt zwischen 10 und 25%, bundesweit bei 14%. Die Altersschichtung der Gottesdienstbesucher hat sich gewandelt, der Schwerpunkt liegt zwischen 50- und 80 Jahren.
Die Kirche steht vor großen Herausforderungen, die Kirchenbindung der 15- bis 25-Jährigen schwindet immer mehr. Wie ist die Jugend zu gewinnen und zu begeistern? Religiöse Unterweisung muss schon im Kindergarten beginnen, Religionsunterricht in den Schulen ist besonders wichtig. Das familiäre Unfeld spielt eine entscheidende Rolle, Eltern müssen christliches Vorbild sein. Der Glaube muss gelebt werden, er muss ausstrahlen. Es fehlt heute immer mehr der Hunger nach dem Wort Gottes.
Weihbischof König stellte Pläne vor, wonach derzeitige Strukturen -Pfarrgemeinde, Pastoralverbund, Dekanat- größeren Strukturen weichen werden. Dann werden auch größere Entfernungen zu überbrücken sein. Geplant ist, die Zahl der Dekanate erheblich zu reduzieren. Es wird zu Fusionen von Pfarrgemeinden mit künftig dann einem Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand kommen. Ziel ist es, weitreichende Synergieeffekte zu nutzen und vermehrt die Laien der Gemeinden einzubinden.
Im Kreise der etwa 50 Teilnehmer dieses Abends wurde auch Pfarrer Matthias Stork von der evangelischen Kirchengemeinde Stift Berg herzlich begrüßt. Beide Geistliche, die seit Jahren ein freundschaftlicher Kontakt verbindet, unterstrichen in der anschließenden Diskussion die Bedeutung der Ökumene.



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