Interviews
Menschen aus unserer Gemeinde, Kinder, Jugendliche, Junge Erwachsene, Erwachsene und Senioren.
Ihr seht, Sie sehen, der Alterunterschied ist für uns wichtig. Ob jung oder alt, wir können voneinander lernen, wir können aufeinander hören, wir können füreinander eine Bereicherung sein. Das schönste ist: Jeder von uns ist Gottes Geschöpf und von daher ist jeder einmalig.
Unsere Küsterin heißt Frau Susanne Sperlich
Frau Sperlich, wie sind Sie nach Herford gekommen?
In Herford bin ich geboren und aufgewachsen. Bedauert habe ich im Nachhinein, dass in meiner Schule so wenig von der Geschichte Herfords vermittelt wurde. Herford finde ich als Geschichtsort fantastisch! Besonders spannend finde ich die „Marienerscheinung – Vision“. Präsent ist diese Erscheinung Mariens ja in der Marienkirche am Stiftberg. Dort kann man den Baumstamm im Altarraum besichtigen. Und im Juni wird diese Geschichte am Visionsfest wieder von Laiendarstellern auf dem Luttenberg gespielt.
Wie sind Sie zum katholischen Glauben gekommen?
Durch die Taufe gehörte ich der evangelischen Kirche an. Meine Großeltern, die in der Gemeinde Maria Frieden beheimatet waren, nahmen mich oft in den katholischen Gottesdienst mit. Die Liturgie hat mir immer wieder neu gefallen. Dann gab es eine Zeit, wo ich nicht geglaubt habe. Als mein Vater schwer erkrankte und das Ende absehbar wurde, fand ich zum Glauben wieder zurück. Dieser „neue Glaube“ hat mich durch diese schwere Zeit getragen und war zugleich der Beginn meiner „katholischen Laufbahn!“
Wie meinen Sie das?
Die katholische Kirche zog mich einfach an und so begann ich entschlossen am Konvertieten Unterricht teilzunehmen. Das heißt, dass ich auf den katholischen Glauben vorbereitet wurde. Durch Zufall begann ich in dieser Zeit als Katechetin Firmbewerber auf das Sakrament der Firmung vorzubereiten. Danach war ich auch in der Erstkommunionvorbereitung tätig. Dann verließ Schwester Albani, die in der Sakristei und in der Kirche immer alles für die Heiligen Messen vorbereitete, Herford. Dadurch kam ich in den Küsterdienst.
Was gefällt Ihnen in St. Johannes- Baptist nicht?
Spontan fällt mir hier der Friedensgruß ein. Die Gläubigen geben sich in der Heiligen Messe den Friedensgruß. Dann gehen sie nach draußen und schimpfen dort über Kleinigkeiten. Sie sprechen aber nicht die Leute an, denen es betrifft. Wenn man den Friedensgruß wirklich ernst meint, dann sollte man auch danach handeln.
Was ist für Sie in dieser Gemeinde positiv?
Dass es hier noch so viele Heiligen Messen in der Woche gibt. Dafür bin ich sehr dankbar. Denn in vielen Gemeinden gibt es dieses Angebot nicht mehr.
Was wünschen Sie sich für den Pastoralverbund?
Ich wünsche mir, dass die Gemeinden wirklich dazu bereit werden und mit ehrlichem Interesse an einem gemeinsamen Pastoralverbund mit zu arbeiten. Denn wir alle gehören Christus an und bei Christus zählt nicht die „Macht, die der Einzelne in seinen Händen hat“.
Danke für Ihr Gespräch.
Margit Werner, Gemeindereferentin
nach oben