Montag, 11.05.15

Himmelfahrt

40 Tage nach Ostern am Donnerstag zwischen dem 6. und 7. Ostersonntag (vergleiche die 40 Tage der Bußzeit vor Ostern). Bei »Himmelfahrt« müssen wir uns von der Vorstellung einer räumlichen »Auffahrt« Jesu in die Wolken freimachen. Himmelfahrt bedeutet also nichts anderes als »bei Gott sein, die Vollendung bei Gott gefunden haben, im Reich Gottes sein«, Die Vorstellung der Menschen zur Zeit der Apostel war so, dass man Gott und sein Reich oben über den Wolken suchte, und so konnte man sich Himmelfahrt nur als Bewegung von unten nach oben vorstellen. Heute gibt es an Himmelfahrt verschiedenes Brauchtum, das mit dem christlichen Fest nichts zu tun hat: z. B. der Vatertag.

aus "Wer mir dienen will...", Patmos Verlag


Sonntag, 22.02.15

Fastenzeit: 40 Tage ohne

aschermittwoch
Quelle: www.jupa-paderborn.de
"Bedenke Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst." Es ist nicht gerade hochmotivierend, was wir da am Aschermittwoch zu hören bekommen.
Oder "Bekehrt euch und glaubt an das Evangelium."
Aber ich glaube doch schon. Deswegen bin ich ja in die Kirche gekommen.
Was soll das überhaupt? Sollen wir etwa am Aschermittwoch so richtig eingeschüchtert werden?

"Bedenke Mensch, dass du Staub bist."
Na, vielen Dank auch für so eine Aussage. Wenn ich Staub bin und bald wieder zum Staub werde, dann kann ich das mit dem Fasten gleich lassen und mein Leben noch so richtig in vollen Zügen genießen. Oder etwa nicht?

Kannst du gerne machen. Die Frage ist nur: Was passiert dann? Du hast ein tolles Leben gehabt und dann wirst du zum Staub. Was glaubst du, welche Belohnung dich nach dem Tod erwartet. Himmel? Oder doch eher die Hölle?

Die Fastenzeit ist eine gnadenvolle Zeit. Ein Geschenk. Wir erhalten die Möglichkeit 40 Tage lang über unser Leben und unsere Beziehung zu Gott nachzudenken. Wir können nicht nur nachdenken, sondern auch handeln und unser Leben in Ordnung bringen. Wir sind in der Fastenzeit eingeladen umzukehren, also mit anderen Worten: uns und unser Leben neu auf Gott auszurichten. In diesen 40 Tagen bereiten wir uns auf den Tod und auf die Auferstehung Jesu vor. Das größte Fest überhaupt. Denn ohne seine Auferstehung wären wir nie Christen geworden. Wie für jedes andere Fest oder Ereignis müssen Vorbereitungen getroffen werden. Und dafür haben wir ganze 40 Tage! Durch Verzicht (Fasten) auf bestimmte Sachen (vor allem auf die, die uns nicht gut tun) und durch Werke der Barmherzigkeit und der Nächstenliebe (zu den uns Papst Franziskus in seiner Fastenbotschaft besonders einlädt), können wir diese Zeit sinnvoll nutzen. Wir müssen in dieser besonderen Zeit versuchen Christus nachzufolgen, ihm nachzuahmen und ihm immer ähnlicher werden. All das was uns nicht gut tut und uns von Jesus und Gott entfernt (die Sünde) muss an die Seite geräumt werden. Unser altes Ich – mit all unseren Fehlern und Sünden - muss mit Christus auf dem Kreuz sterben, damit wir am Ostertag mit Ihm als ein neuer Mensch auferstehen können. Bedenke Mensch und bekehre dich oder genieße weiterhin dein Leben in vollen Zügen. Tolles Leben oder Ewiges Leben? Die Entscheidung gehört ganz allein dir.

Wir wünschen Euch eine gute Vorbereitung auf Ostern

Eure Leiter


Sonntag, 08.02.15

Meine Lieblingsmission

Am liebsten empfehle ich Bücher. Langweilig? Wirksam! Hat schon Augustinus und Ignatius von Loyola geholfen. Du kannst mit einem Wort nur einen Gedanken anstoßen, aber ein Buch kann den Gedankengang zu Ende führen. Die Amerikaner haben da vielmehr aktuelle Veröffentlichungen als wir (siehe Ignatius Press, Sophia Institute Press). Bei uns gibt es kath.shop, fe-Verlag, Be&Be Verlag, Catholic Media Verlag u.a. Lustiges und lehrreiches über Glaubensfragen und Kirche hat Manfred Lütz zu bieten. Wer sich für wahre Geschichten von heutigen, starken Bekehrungen interessiert, der kann etwas von Damaris Kofmehl lesen. Ihre Bücher sind leicht, unterhaltsam und besonders für jugendliche Leser faszinierend. Für Kinder ist das Original von Nils Holgersons Reise mit den Wildgänsen sehr schön. (Ich höre mir das gerne unterwegs gratis mit der Libri-Vox App an.) Die Autorin, Nobelpreisträgerin Selma Lagerlöf, lässt den christlichen Glauben sehr schön aufscheinen, ohne ihn aufzudrängen. Auch "Die Schatzinsel" und "Robinson Crusoe" sind noch Abenteuergeschichten, in der man selbstverständlich an Gott glaubt und das Leben vom Standpunkt des Glaubens sieht. (Bei den Klassikern muss man die vollständigen Versionen besorgen, denn christliche Sätze werden gerne herausgekürzt.) Das Buch "Pollyanna – Ein Waisenkind in Amerika" ein klassisches amerikanisches Kinderbuch, aber bei uns noch nicht so bekannt. Es spricht sehr stark von der Kraft des Glaubens an Gottes Barmherzigkeit! (Das lässt auch Erwachsene nicht kalt…) "Nicht wie bei Räubers" und die bildreichen Bücher aus dem Tyrolia Verlag "Teresa" und "Martin" kennen wohl ohnehin schon die meisten gläubigen Familien mit kleinen Kindern. Klassische Weltliteratur für erwachsene Leser sind hingegen Dostojewskis "Idiot" (Barmherzigkeit für alle!) und "Wiedersehen mit Brideshead" von Evelyn Waugh (muss man bis zur letzen Seite lesen!). Ich persönlich fand auch Tolstois "Krieg und Frieden" geistlich ansprechend und an Weisheit bereichernd, und überhaupt nicht lang, weil die Kapitel sehr kurz sind. Joseph Roth schreibt flott wie ein Schriftsteller unserer Tage (nur schöner), aber in den Romanen "Hiob" und "Tarabas" fand ich Glauben wie ihn sich heute kaum ein Romanschriftsteller mehr zu schildern traut. Für Leute die ohnehin schon geistlich suchen, sind "Aufrichtige Bekenntnisse eines russischen Pilgers" ein mystisches Muss!

Glauben kommt vom hören (Röm 10,17)! Weil uns die anderen nicht lange zuhören, sollen sie wenigstens mal "etwas Gescheit´s" lesen!

T E R M I N E
12.06.15 - ab 16.00 Uhr
Thuine-Nachtreffen

K I R C H E N J A H R
14. Mai
Karfreitag

24. Mai
Pfingsten

25. Mai
Pfingstmontag

31. Mai
Dreifaltigkeitssonntag