|
Haben Sie heute schon – Ihrer Mutter gedankt?
Mit dem Lied: „Mama“ hat Heino ein schmalziges Muttertagslied gesungen, das damals wie heute viele Mütter verzückt, legt man die Verkaufszahlen dieses Liedes zugrunde. (Vielleicht haben aber auch nur die Söhne und Töchter mit einem schlechten Gewissen damals wie heute mit diesem Lied ihr Gewissen beruhigen wollen.) Die Musikgruppe: „Die Gebrüder Blattschuss“ hinterfragt mit ihrem ironischen Song „Noch ein Toast... Mama mach die Tür zu, ich kann dich nicht arbeiten sehn...“ das festgefügte Rollenbild.
Sicher haben auch heute wieder viele Kinder und Söhne mit Ritualen, wie Früh-stück machen, zum Essen einladen oder Blumen kaufen (um den Muttertag machen die Floristen ihr Geschäft des Jahres) sich ein gutes Gefühl verschafft. |
Geht man vom Ursprung des Festes aus, dass wir im Altertum festmachen können, identifizieren wir den Mutterkult der Griechen als mythisches Symbol für das Leben. Zu Ehren der Urmutter Rhea (Rhea bedeutet: Fluss des Lebens) wurde im Frühling ein großes Fest gefeiert.
Im 13. Jhrdt. wurde in England am Sonntag Laetare (4. Fastensonntag) der Mutter Kirche gedankt, und die leibliche Mutter wurde darin eingeschlossen. Von ähnlichen Bräuchen wird auch aus anderen Gegenden berichtet.
Danken für die Geschenke des Umsorgens – der Achtsamkeit – der Hinwendung – des Verständnisses – des Widerspruchs -... ist m.E. der Sinn des Gedenktages. Fühlen Sie sich eingeladen Dank zu sagen für die vielen Selbstverständlichkeiten, die Ihnen von Ihrer Mutter und anderen entgegengebracht werden. Einen frohen, gesegneten Muttertag wünscht Ihnen
Holger Schirk, Gemeindereferent |